Sizilien Geschichte und weinanbau Sizilien und sein Weinanbau Menfi
Menfi liegt im Tal des Belice-Flusses, in einem fruchtbaren Gebiet, welches bereits von anderen bebaut wurde: den Sikanern, den griechischen Kolonien von Selinunte, den Arabern und den Normannen, sowie von Kaiser Friedrich II. von Schwaben, welcher in der arabischen Ortschaft Burgiomilluso, die Menfi voran ging, 1239 ein großes Schloss bauen ließ.

Heute ist Menfi ein überwiegend landwirtschaftlicher Ort, dessen Wirtschaft auf Weinanbau beruht. Dies ist die Konstante einer ländlichen Gegend, welche sich von einer Hochebene in 400 m Höhe bis zum Meer ausdehnt. Die Verbindung des Weins mit der Geschichte von Menfi geht weit in die Geschichte zurück: Stefan von Byzanz unterstreicht den ausgezeichneten Wein als er von der antiken Stadt Inycon erzählt, der ersten städtischen Siedlung aus der Zeit von der Magna Graecia .

Der Sandstrand verläuft in einer entspannenden Umgebung über die gesamte Länge des Golfes, welcher durch nur wenige Siedlungen ausgezeichnet wird. Die blaue Fahne, die durch die europäische FEE - Foundation for Environmental Education (Gesellschaft für Umwelterziehung) übergeben wurde, steht als Symbol für das besonders saubere Meerwasser der Küste, aber auch für die Gesamtqualität der Umwelt in dieser Gegend. Zwischen Landeinschnitten und Sanddünen kommt man in ein Küstengebiet, in dem die Aufeinanderfolge von Dünen, welche vom Wind Afrikas geformt wurden, eine üppige mediterrane Vegetation entstehen lassen.
Inmitten des antiken Ortszentrums befindet sich, wie von den Aragona Tagliavia Pignatelli gewünscht, der Platz mit der Hauptkirche und dem Baronspalast mit dem antiken Burgturm, der von Friedrich dem II. erbaut wurde. Zwischen dem Ende des 19. Jahrhunderts und dem Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden viele Patrizierhäuser und Ferienvillen in diesem Gebiet, welche die alten Bauernhöfe integriert oder mit Neubauten mit Bogengängen und mit Ziegeln abgedeckten und Keramik dekorierten Balkonen angelegt haben.

Der Weinanbau ist heute das Zugpferd der Produktion. In dem Gemeinden Menfi, Santa Margherita, Montevago und Sambuca, die das sikanische Gebiet darstellen, dessen Name von den Sikanern, einem griechischen Volk, herrührt, die es einst bewohnten, wird auf ca. 6.800 ha Weinbau betrieben. Das so unterschiedliche Panorama, welches bis vor wenigen Jahrzehnten nur wenige Rebstöcke der Arten Cataratto, Trebbiano, Inzolia, Grillo, Nerello Mascalese und Sangiovese aufwies, hat dank der Aufwertung einiger autochthonen Arten wie Grecanico und Nero d'Avola sowie durch die Einführung von internationalen Rebsorten wie Chardonnay, Merlot, Syrah und Cabernet Sauvignon eine tief greifende Veränderung durchlaufen. In jüngster Zeit wurden die DOC-Marken Menfi, Sambuca di Sicilia und Santa Margherita Belice anerkannt.

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